Gottesdienst an Palmsonntag, 5. April 2020, (Pfarrerin Barbara Vollmer, Bad Wurzach)

Votum

Wir feiern Gottesdienst, im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Auch wenn wir nicht zusammenkommen können, sind wir im Geiste verbunden. Christus ist unsere Mitte.

Er, der Menschensohn, muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. (Wochenspruch aus Joh 3, 14b-15)

Lied: EG 11, 1-5 Wie soll ich dich empfangen und wie begegn ich dir?

1. Wie soll ich dich empfangen und wie begegn ich dir,
o aller Welt Verlangen, o meiner Seelen Zier?

O Jesu, Jesu, setze mir selbst die Fackel bei,
damit, was dich ergötze, mir kund und wissend sei.

2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin,
und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn.

Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis
und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß.

3. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud,
als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid?

Als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht,
da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht.

4. Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los;
ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß

und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut,
das sich nicht lässt verzehren, wie irdisch Reichtum tut.

5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt
als das geliebte Lieben, damit du alle Welt

in ihren tausend Plagen und großen Jammerlast,
die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen hast.

Beten wir als Psalm den Hymnus aus dem Philipperbrief (EG 764)

Er, der in göttlicher Gestalt war,
hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,
          sondern entäußerte sich selbst
         und nahm Knechtsgestalt an,
ward den Menschen gleich
und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.
         Er erniedrigte sich selbst
         und ward gehorsam bis zum Tode,
         ja zum Tode am Kreuz.
Darum hat ihn auch Gott erhöht
und hat ihm den Namen gegeben,
der über alle Namen ist,
         dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie,
         die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,
und alle Zungen bekennen sollen,
dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Eingangsgebet (Nach einem Gebet der VELKD)

Wir halten dir unsere Herzen hin, Jesus Christus,
wir strecken dir unsere Hände entgegen.
Wir wollten dir entgegengehen,
wir wollten mit dir laufen
und hineinziehen in deine Stadt.

Aber wir können nur mit unseren Herzen zu dir kommen.
Nur unsere Sehnsucht ist auf dem Weg zu dir.
Nur unsere Gebete.
Sie sind alles, was wir haben.

So bitten wir Dich:
Komm zu uns;
richte uns auf aus Dich.
Schließ uns so zusammen, Du unsere Mitte.
Amen.

Stilles Gebet:
Beten wir füreinander weiter in der Stille

Schriftlesung aus dem Hebräerbrief 12, 1-3 (Neue Genfer Übersetzung)

1 Wir sind also von einer großen Schar von Zeugen umgeben, deren Leben uns zeigt, dass es durch den Glauben möglich ist, den uns aufgetragenen Kampf zu bestehen. Deshalb wollen auch wir – wie Läufer bei einem Wettkampf – mit aller Ausdauer dem Ziel entgegenlaufen. Wir wollen alles ablegen, was uns beim Laufen hindert, uns von der Sünde trennen, die uns so leicht gefangen nimmt, 2 und unseren Blick auf Jesus richten, den Wegbereiter des Glaubens, der uns ans Ziel vorausgegangen ist. Weil Jesus wusste, welche Freude auf ihn wartete, nahm er den Tod am Kreuz auf sich, und auch die Schande, die damit verbunden war, konnte ihn nicht abschrecken. Deshalb sitzt er jetzt auf dem Thron im Himmel an Gottes rechter Seite. 3 Wenn ihr also in der Gefahr steht, müde zu werden, dann denkt an Jesus! Wie sehr wurde er von sündigen Menschen angefeindet, und wie geduldig hat er alles ertragen! Wenn ihr euch das vor Augen haltet, werdet ihr nicht den Mut verlieren.

Selig, die Gottes Wort hören und bewahren.

Glaubensbekenntnis:

Auf das Wort Gottes antworten wir mit dem Bekenntnis unseres Glaubens:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

 

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.

Lied: EG 402, 1+2+ 6 Meinem Jesus lass ich nicht

1. Meinen Jesus lass ich nicht,
weil er sich für mich gegeben,
so erfordert meine Pflicht,
unverrückt für ihn zu leben.
Er ist meines Lebens Licht;
meinen Jesus lass ich nicht.

2. Jesus lass ich nimmer nicht,
hier in diesem Erdenleben;
ihm hab ich voll Zuversicht,
was ich bin und hab, ergeben.
Alles ist auf ihn gericht’;
meinen Jesus lass ich nicht.

6. Jesus lass ich nicht von mir,
geh ihm ewig an der Seiten;
Christus lässt mich für und für
zu dem Lebensbächlein leiten.
Selig, wer mit mir so spricht:
Meinen Jesus lass ich nicht.

Predigt zu Markus 14, 1-9:

Der Plan der Hohenpriester und der Schriftgelehrten

1 Es waren noch zwei Tage bis zum Passafest und den Tagen der Ungesäuerten Brote. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie Jesus  mit List ergreifen und töten könnten. 2 Denn sie sprachen: Ja nicht bei dem Fest, damit es nicht einen Aufruhr im Volk gebe.

Die Salbung in Betanien

3 Und als er in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit unverfälschtem, kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Gefäß und goss das Öl auf sein Haupt. 4 Da wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls? 5 Man hätte dieses Öl für mehr als dreihundert Silbergroschen verkaufen können und das Geld den Armen geben. Und sie fuhren sie an. 6 Jesus aber sprach: Lasst sie! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. 7 Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. 8 Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis. 9 Wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.

 

Liebe Gemeinde,

in diesen Predigttext zu Palmsonntag in der Coronazeit muss man sich erst ein wenig einfinden.

Einmal, weil er ja gar nicht direkt auf Palmsonntag Bezug nimmt. Allerdings steht er bei Markus am Beginn des Passionsgeschehens und erzählt, was unmittelbar vor Jesu Einzug in Jerusalem geschieht. Insofern hat er also doch seinen rechten Platz am Palmsonntag.
Während Jesus im Hause des Simon in Bethanien sitzt, beraten die Hohenpriester in Jerusalem, wie sie ihn loswerden können.  Interessanter Weise erzählt Markus nichts von einem triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem, wohl aber, dass Jesus Vorbereitungen trifft, um in der Stadt mit seinen Jüngern das Passamahl zu feiern. Für Juden ist das Passah eines der wichtigsten Feste. Sie feiern Gottes Befreiungstag, den Auszug des Volkes Israel aus ägyptischer Knechtschaft.

Das ist ein zweites (was wir uns bewusst machen müssen): dass wir uns die Passionsgeschichte natürlich (immer) mit dem Einzug Jesu weitererzählen, und damit – wie an Weihnachten – die verschiedenen Berichte der Evangelisten einfach mischen. Das ist legitim, aber manchmal lohnt es sich, genau hinzusehen und auf die Unterschiede zu achten.

Ein Unterschied ist z.B., dass die Frau, die Jesus salbt (übrigens hier den Kopf und da die Füße…), dass diese Frau bei Lukas und Johannes als „Sünderin“ bezeichnet wird – bei Markus nicht. Dazu kommt, dass die christliche Tradition diese „Sünderin“ mit Maria Magdalene gleichgesetzt hat – wofür kein biblischer Anhalt zu finden ist. Und dass auch wir fast immer an eine Sünderin denken, wenn wir die Geschichte hören.

Damit kommen wir gleich zu einem weiteren Unterschied: in allen Evangelien gibt es Leute, die sich über das, was diese Frau tut, aufregen, allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Hier bei Markus (und Matthäus) wird die Verschwendung kritisiert, bei Lukas klingt an, dass Jesus sich von einer Sünderin nicht hätte berühren lassen dürfen. Dort wird ihre Liebe hervorgehoben, hier die Vorwegnahme der Totensalbung. Markus verstärkt also das bedrohliche Szenarium und deutet den bevorstehenden Tod Jesu an.

Das zur äußeren Verortung und zum Verständnis unseres Predigttextes. Das auch, um anzuregen, die Passionsgeschichten bei den verschiedenen Evangelisten einmal nachzulesen und die Unterschiede wahrzunehmen. Ich finde, es lohnt sich.

Es gibt für mich aber noch einen ganz anderen Grund, der es mir grade jetzt schwer macht, mich hineinzufinden in gerade diese Geschichte. Es ist die Szene, das Geschehen selbst, das hier geschildert wird.

Schließen wir die Augen und stellen uns das bildlich vor:

Das Haus Simon, des Aussätzigen in Bethanien. In Bethanien wohnen übrigens auch Maria und Martha mit ihrem Bruder Lazarus, den Jesus auferweckt (davon berichtet nur Johannes). Simon hat wohl gehört, dass Jesus seine Freunde besuchen will, und lädt ihn zu sich ein. Das ist sicherlich kein Zwei-Personen-Gespräch auf zwei Meter Abstand. Da ist der ganze Hausstand dabei, sicher neugierig auf diesen Mann, von dem so viel geredet wird. Da sind gewiss auch Freunde dazu geladen, und, da Simon selbst Pharisäer ist, werden etliche von ihnen darunter sein.

Genagelt voll, stelle ich mir das Haus vor, so wie in der Geschichte von der Heilung des Gelähmten, dessen Freunde ihn durch das Dach zu Jesus hinablassen, weil unten kein Durchkommen ist. Genagelt voll, eine Männergesellschaft vermutlich, und dann kommt da eine Frau dazu – und benimmt sich, wie man sich nicht benehmen sollte. Sie geht auf Jesus zu, und salbt ihm das Haupt mit Öl.

Das ist ein öffentlicher Akt von ungeheurer Intimität – wie wir ihn uns im Moment, in unserer Zwei-Meter-Abstand-Realität, überhaupt nicht mehr denken können. Corona-Kranke dürfen nicht einmal mehr die Krankensalbung bekommen und wenn wir zu Kranken oder Sterbenden gerufen werden, dann ist das mancherorts gar nicht mehr möglich, auf keinen Fall aber sollen wir ihnen nicht zu nahekommen.

Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll… Natürlich halte ich diese Maßnahmen durchaus für sinnvoll, zumal es darum geht, die Geschwächten vor dem Virus zu schützen, und doch sehnen wir uns alle nach menschlicher Nähe, die eben auch und gerade in Berührung ausgedrückt wird.

Mir geht auch durch den Kopf, dass Jesus im Hause Simon des Aussätzigen eingekehrt ist. Simon ist natürlich geheilt von dieser Krankheit, sonst könnte er gar nicht mehr unter den anderen leben. Aber er war in der akuten Krankheitsphase sicherlich isoliert – und von Jesus wird berichtet, er habe sich den Aussätzigen genähert, habe sie an sich herankommen lassen; etliche hat er ja selbst geheilt.

Nein, kein Leichtsinn deshalb, aber vielleicht Grund, an dieser Stelle denen zu danken, die sich von Berufswegen der Krankheit aussetzen, den Ärztinnen und Ärzten, den Pflegenden, vielen Therapeutinnen und Therapeuten und den in so unterschiedlichen helfenden Berufen. Und Dank auch an die, die „auf Abstand“ helfen, einander einkaufen, anrufen, nachfragen, skypen und neu aufmerksam werden auf die Not der anderen. (Ich wünsche mir sehr, dass das über die Corona-Zeit hinaus bewahrt bleibt).

Ein anderer Gedanke kommt mir mit diesem Predigttext in den Sinn. Da regt man sich auf über die Verschwendung (so teures Öl) und spekuliert darüber, was man mit dem Geld alles hätte machen können: durchaus Gutes, das schon.

Aber Liebe, liebe Gemeinde, Liebe ist auch oder gerade oder sogar ganz besonders verschwenderisch. Wenn man jemanden wirklich liebt, dann ist einem keine Mühe zu groß. „Sie würde ihr letztes Hemd hergeben“ ist manchmal eine Umschreibung von bedingungsloser Liebe – und sie gefällt mir deshalb so gut, weil es da nicht auf einen hohen Betrag, sondern auf einen hohen Einsatz ankommt.

Diese Frau, die in unserer Geschichte ganz ungehörig eine Männergesellschaft betritt, bringt auf jeden Fall einen hohen Einsatz: ganz viel Mut, weil sie tut, was „man“ eigentlich nicht tut, und dazu noch ein kostbares Nardenöl. Und der, an den sie es „verschwendet“ weiß ihr Geschenk zu schätzen.

Wieder komme ich zurück in unsere Corona-Zeit, in der – wie man hört - weniger Osterhasen verkauft werden, wahrscheinlich, weil die Verwandtschaftsbesuche ausfallen (könnte man nicht ein Päckchen schicken?), in der man aber auch ganz viel hört (und erfährt) von Menschen, die Freude verschenken: ein Anruf, ein Sträußchen vor der Türe, der Einkauf für die Nachbarin; der gute alte Brief im Briefkasten; Spenden für die Tafel; Menschen, die sich freiwillig melden, wo Not ist (z.B. in der Obsternte); Firmen und Vereine, die große Geldsummen aufbringen, damit Pflegematerial angeschafft und bezahlt werden kann. Eine Welle der Hilfsbereitschaft geht über unser Land.

Hoffen wir, dass etwas bleibt von dem Glück, Liebe zu verschwenden und anderen einen Liebesdienst zu erweisen. Einen Dienst, den Jesus in unserer Geschichte jedenfalls anerkennt und annehmen kann – weil er ihn als Stärkung empfindet, für das, was auf ihn zukommt.

Seine Worte deuten es an: „Lasst sie!“, sagt er, „Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis“ und dann fährt er fort: „Arme habt ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit.“

Und hier, liebe Gemeinde, hier finde ich, kehren sich Jesu Worte in diesen Tagen merkwürdig um. Natürlich hat die Welt – leider – immer Arme gesehen – und im Moment sind gerade sie in noch schlimmerer Lage. Aber dass wir Christus nicht allezeit hätten, dass – finde ich – verwandelt sich, zumindest für uns Christinnen und Christen gerade ins genaue Gegenteil. Wir müssen aufeinander verzichten, auf unsere Zusammenkünfte, Feste und Gottesdienste. Und das tut weh – aber wir sind – so empfinde ich es – mehr denn je im Geist verbunden. In Bad Wurzach z.B. abends um sieben, wenn die Glocken der Stadt zum gemeinsamen Gebet rufen. Da sind wir alle versammelt um Christus, der unsere Mitte ist. Wenn wir jetzt gerade wenig voneinander haben können, so haben wir doch ihn,
Christus, der so verschwenderisch geliebt hat, dass er sich für uns hingab;
ihn, der dem Tod den Stachel genommen hat,
weil er auferstanden ist.

Ihn lege ich Ihnen ans Herz – er hilft uns handeln, glauben und leben.

Amen.

Lied nach der Predigt: EG 400, 1.5.7 Ich will dich lieben, meine Stärke

1) Ich will dich lieben, meine Stärke,
ich will dich lieben, meine Zier;
ich will dich lieben mit dem Werke
und immerwährender Begier!
Ich will dich lieben, schönstes Licht,
bis mir das Herze bricht.

5) Ich danke dir, du wahre Sonne,
dass mir dein Glanz hat Licht gebracht;
ich danke dir, du Himmelswonne,
dass du mich froh und frei gemacht;
ich danke dir, du güldner Mund,
dass du mich machst gesund.

7) Ich will dich lieben, meine Krone,
ich will dich lieben, meinen Gott;
ich will dich lieben sonder Lohne
auch in der allergrößten Not;
ich will dich lieben, schönstes Licht,
bis mir das Herze bricht.

Fürbittengebet: (Nach einem Gebet der VELKD)

In diesen Zeiten bitten wir Gott um seine Hilfe,
und legen ihm alle ans Herz, die Hilfe brauchen.
So beten wir

-         für die Kranken

-         für die, denen keine Medizin mehr helfen kann,

-         für die, die einsam sterben,

-         für die, die unter der Last dieser Tage zusammenbrechen.

Komm zu ihnen mit deiner Liebe und heile sie.
Höre uns.

Wir beten für die Menschen,

-         die in Krankenhäuser und Pflegeheimen arbeiten

-         in Feuerwachen und Apotheken,

-         in Kitas und Supermärkten,

-         in Laboren und in Ställen,

-         in Ämtern und Gemeinden.

Komm zu ihnen mit deiner Freundlichkeit und behüte sie.

Höre uns.

Wir beten für die Menschen,

-         die in der Sorge dieser Tage in Vergessenheit geraten,

-         die Flüchtlinge,

-         die Opfer von häuslicher Gewalt,

-         die Verwirrten und Missbrauchten,

-         die Hungernden,

-         die Einsamen.

Komm zu ihnen und rette sie.

Höre uns.

 

 

Wir halten dir unsere Herzen hin
und danken dir für den Glauben.
Wir danken dir,
weil wir zu dir und zueinander gehören.
Wir danken dir
für die Zeichen der Liebe und Verbundenheit,
für die freundlichen Worte,
für die Musik.
Wir danken dir für dein Wort und deine weltweite Kirche.

Wir wollten dir entgegengehen
und hineinziehen in deine Stadt.
Und wir erleben es:
Du gehst mit uns durch diese Zeit
Heute, in diesen Tagen der Passion,
und jeden neuen Tag. Amen.

Vaterunser

Lied: EG 545, 1-4 Ach, mein Herr Jesu, wenn ich dich nicht hätte
1) Ach mein Herr Jesu, wenn ich dich nicht hätte,
Und wenn dein Blut nicht für die Sünder redte;
Wo sollt ich Ärmster unter den Elenden
Mich sonst hinwenden.

2) Ich wüsste nicht wo ich vor Jammer bliebe.
Denn wo ist solch ein Herz wie deins voll Liebe.
Du, du bist meine Zuversicht alleine,
Sonst weiss ich keine.

3) Hättst du dich nicht zuerst an mich gehangen;
Ich wär von selbst dich wohl nicht suchen gangen.
Du suchtest mich und nahmst mich voll Erbarmen
In deine Arme.

4) Nun dank ich dir vom Grunde meiner Seelen;
Dass du nach deinem ewigen Erwählen
Auch mich zu deiner Kreuzgemeine brachtest
Und selig machtest.

Segensbitte: EG 421, Verleih uns Frieden gnädiglich

Segen:

Der HERR segne uns und behüte uns;
der HERR lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig;
der HERR hebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Amen.